Der chinesische Hersteller von Lithium-Ionen-Batteriematerialien, XTC New Energy, und das französische Nuklearunternehmen Orano haben vor Kurzem den Bau einer neuen CAM-Produktionsstätte in Dünkirchen bekannt gegeben. Als Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Neomat CAM wird die Fabrik jährlich bis zu 40‘000 Tonnen CAM für 500‘000 Elektrofahrzeuge herstellen, heisst es in einer Mitteilung. „Wir bündeln unsere Technologien und unser Know-how, um in Europa ein hochmodernes Werk zu errichten und den europäischen Batteriemarkt zu bedienen“, erklärt Jiang Long, CEO von XTC New Energy, in der Mitteilung. Das in Xiamen ansässige Unternehmen XTC New Energy hält 51 Prozent der Anteile an Neomat CAM. Das französische Unternehmen Orano besitzt die restlichen 49 Prozent. „Wir sind fest von der Entwicklung einer europäischen Batterieindustrie für Elektrofahrzeuge überzeugt“, so Guillaume Dureau, Senior Executive Vice President Engineering und Forschung & Entwicklung bei Orano. „Diese Investitionsentscheidung unterstreicht unser Engagement für den Aufbau einer Wertschöpfungskette für Batteriematerialien in Europa.“ Neomat CAM plant, sich zu einer industriellen Plattform mit einer jährlichen Produktionskapazität von 80‘000 Tonnen CAM, je nach Marktentwicklung, zu entwickeln. Darüber hinaus sollen in der Anlage Kathodenaktivmaterial-Vorprodukte (P-CAM) hergestellt werden und Altbatterien hydrometallurgisch wiederverwertet werden. „Wir haben dazu beigetragen, die industriellen Grundlagen für ein wichtiges Ökosystem im Herzen des französischen Battery Valley zu schaffen“, sagte Philippe Hatron, Geschäftsführer von Neomat CAM und Verantwortlicher für das Batterieprogramm von Orano. „Um unsere Entwicklung fortzusetzen, fordern wir einen Rechtsrahmen, der die europäische Präferenz stärkt und die gesamte Wertschöpfungskette, einschliesslich der Wiederverwertung von Batterien und ihrer strategischen Materialien, umfassend unterstützt.“ ce/jd