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Kreislaufwirtschaft kann Städten bei Schutz der Tierwelt helfen

Das Baugewerbe verbraucht 40 Prozent der weltweiten Rohstoffe. Darüber hinaus beeinträchtigen Bergbau und der Steinbruchbetrieb ein Drittel der weltweit vom Aussterben bedrohten Arten. Stadtverwaltungen und Einwohner können kreislaufwirtschaftliche Ansätze nutzen, um diese bedrohten Pflanzen und Tiere zu retten. Dies geht aus einem Bericht der International Union for Conservation of Nature (IUCN) aus Gland in Zusammenarbeit mit dem Zuger Bauunternehmen Holcim und dem Londoner Planungs- und Ingenieurbüro ARUP hervor. In dem Bericht „Circular construction policies for nature: Regenerative approaches for the built environment through city action“ argumentieren die Naturschutzexperten, dass die Reduzierung der Materialnachfrage der beste Weg ist, um die Auswirkungen von Rohstoffgewinnung und -verarbeitung zu minimieren. „Der Diskurs über Kreislaufwirtschaft sollte über die Dekarbonisierung hinausgehen und sich auch auf den Schutz von Natur und Biodiversität entlang der gesamten Lieferkette konzentrieren“, erklärt Loredana Scuto, Senior Program Officer im IUCN-Team für Städte, Kultur und Jugend, in einer Mitteilung. Laut dem Bericht könnten Abrissmoratorien, die Verlängerung der Lebensdauer von Gebäuden, die verpflichtende Verwendung von wiederverwerteten Materialien im Neubau und weitere Massnahmen den Bedarf an Rohstoffen deutlich reduzieren. Beispielsweise verpflichtete die Stadt Zürich Bauherren im Jahr 2005, bei öffentlichen Bauprojekten eine Mindestmenge an wiederverwerteten Beton zu verwenden. Bis 2019 konnte durch diese Massnahme der Einsatz neuer Materialien um 17‘000 Kubikmeter gesenkt werden. „Angesichts des Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Urbanisierung ist die Zukunft des Bauens zirkulär“, erklärt Renata Pollini, Leiterin für nachhaltiges Bauen und Naturschutz bei Holcim. ce/jd

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