Der Schweizer Verband für nachhaltige Events (SVNE) mit Sitz in Basel hat seine Plattform Saubere Veranstaltung weiterentwickelt. Unter dem neuen Namen Eventkit bietet sie ein einheitliches Werkzeug zur Planung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Veranstaltungen. Dieses Werkzeug kann sowohl von den Organisierenden als auch von den bewilligenden Behörden verwendet werden. Die zweisprachige Plattform Eventkit integriert laut einer Mitteilung auch die Plattform KITmanif, die von der Stadt Lausanne und vom Kanton Waadt entwickelt worden ist. Eventkit nutzt für die Bewertung von Veranstaltungen Kriterien, die von Fachpersonen in Städten, Kantonen, Bundesämtern und Partnerverbänden formuliert worden sind. Diese sind in übersichtliche Kategorien gruppiert, die von Management und Kommunikation über Verpflegung, Verkehr und Transport sowie Material und Abfall bis zu Natur und Landschaft, Gesundheit und Prävention, Inklusion und Chancengleichheit bis zur Wirtschaft reichen. Insgesamt werden maximal 340 Punkte vergeben. 31 der 58 Kriterien werden mit vier Punkten bewertet, 27 Kriterien zählen doppelt. Die Kreislaufwirtschaft spielt eine zentrale Rolle. So wird bei der Verpflegung auch das Vorhandensein eines Konzepts zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bewertet. Der Verzicht auf Wegwerfprodukte und auf das Verteilen von Gratismustern oder Flyern gehört ebenso dazu wie die Sicherstellung des Rücklaufs von Mehrweg- und wiederverwertbaren Einweggebinden. Allfällige Schäden an Naturräumen werden behoben. Die regionale Wirtschaft wird bevorzugt. Eventkit steht dank einer breiten Trägerschaft allen interessierten Veranstaltenden kostenlos zur Verfügung. „Mit Eventkit schaffen wir erstmals einen schweizweiten Standard mit Zielwerten, die Veranstaltungen motivieren, ihre Nachhaltigkeit schrittweise zu stärken“, wird SVNE-Präsidentin Marianne Gehring in der Mitteilung zitiert. ce/ug