ClearSpace und die ESA schlagen mit den nun beginnenden Vorbereitungen für die Weltraummission PRELUDE im Jahr 2027 ein neues Kapitel der verantwortungsvollen Raumfahrt auf. PRELUDE soll den Nachweis erbringen, dass die Technologien von ClearSpace praxistauglich sind und den Weg für zukünftige Weltraumaufgaben wie die Erweiterung, Entfernung oder sogar Reparatur von Satelliten im Orbit ebnen. „Dies“, so ClearSpace in einer Mitteilung, „ist ein wichtiger Schritt, um den Weltraum für alle sicherer und aufgeräumter zu machen“.
Bereits 2020 hatte die ESA das Projekt von ClearSpace zur Beseitigung von Weltraummüll für 86 Millionen Euro Projekt gekauft und das Start-up mit der Leitung eines Industrieteams betraut. Vor diesem Hintergrund bezeichnet die 2018 in der Schweiz gegründete und in Renens und Luxemburg ansässige Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne diese Zusammenarbeit mit dem Weltraumsicherheitsprogramm der ESA als den Höhepunkt jahrelanger gemeinsamer Innovation.
„Unsere Technologien gehen von der Entwicklung in die Umsetzung“, wird ClearSpace-CEO Luc Piguet in der Mitteilung zitiert. „Dies ist ein konkreter Schritt hin zu sicheren und nachhaltigen Operationen als Teil der alltäglichen Weltraumaktivitäten.“ Die Mission mit ihrer modularen Architektur lädt weitere Partner aus Industrie und Wissenschaft zur Teilnahme ein und gewährleistet laut ClearSpace „ein breites europäisches Engagement und zukünftige kommerzielle Skalierbarkeit“. Innerhalb eines Jahres nach Fertigstellung soll sie einen wiederkehrenden Inspektionsdienst im Orbit ermöglichen.
„Diese Mission zeigt, wie europäische Partnerschaften bahnbrechende Technologien im Orbit effektiv demonstrieren und Ambitionen in die Tat umsetzen können“, wird Tiago Soares, Leiter des Büros für sauberen Weltraum und Kreislaufwirtschaft der ESA, in der Mitteilung zitiert. „Sie stärkt die Führungsrolle Europas bei nachhaltigen und sicheren Weltraumoperationen und ebnet den Weg für kommerziell rentable Dienste im Orbit.“ ce/mm