Synhelion hat laut seiner Mitteilung mit der Planung einer grossen Anlage zur Produktion erneuerbarer synthetischer Treibstoffe begonnen. Sie soll jährlich 30'000 Tonnen Treibstoff produzieren, vor allem nachhaltiges Kerosin für den Flugverkehr, aber auch synthetische Diesel- und Benzintreibstoffe für die Schifffahrt und den Strassenverkehr. Die Anlage ist am RWE-Standort Hürth-Knapsack im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen geplant.
Dieses Projekt ergänzt Synhelions Portfolio kommerzieller Treibstoffanlagen, zu dem auch die geplante Erweiterung der Demonstrationsanlage DAWN im deutschen Forschungszentrum Jülich gehört. Dagegen wurde der Bau der geplanten ersten kommerziellen Anlage in Spanien im Sommer 2025 wegen Planungsunsicherheiten gestoppt.
Wie die 2016 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich weiter ausführt, hat sie den Mailänder Öl- und Gaskonzern Saipem mit den sogenannten Pre-FEED (Front-End Engineering Design)-Arbeiten für diese kommerzielle Anlage beauftragt. Das Projekt, so Synhelion, verbinde die eigene Treibstofftechnologie mit der technischen Expertise von Saipem und der industriellen Infrastruktur und Standortkompetenz von RWE. Dafür hat Synhelion eine Fläche von RWE auf dem Knapsacker Hügel in Hürth reserviert.
Der dort ansässige Chemiepark wird zunehmend für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz ausgebaut. Der etablierte Industriestandort bietet laut Synhelion gute Voraussetzungen für eine zügige und kosteneffiziente Projektentwicklung, da bestehende Pipelines und Versorgungssysteme genutzt werden könnten. Zudem unterstütze RWE bei Standortentwicklung und Genehmigungsverfahren.
„Um erneuerbare Treibstoffe wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen, müssen wir unsere Technologie weiter skalieren“, wird Synhelions Co-CEO Philipp Furler zitiert. „Die gemeinsamen Pre-FEED-Arbeiten sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung und schaffen die technische Grundlage für eine unserer kommerziellen Anlagen. Mit Saipem und RWE haben wir starke Partner für diese Skalierungsphase an unserer Seite.“ ce/mm