V-ZUG, eine international tätige Zuger Herstellerin von Haushaltsgeräten, hat die Waschmaschine Adora Circular Edition auf den Markt gebracht. Sie reduziert die Umweltbelastung um fast 50 Prozent ohne Einbussen bei Qualität und Leistung, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Für ihre Herstellung werden 30 wiederverwendete Materialien aus zurückgeführten Waschmaschinen genutzt.
„Das Gerät beweist, dass sich hochwertige Komponenten wiederverwenden lassen, ohne Kompromisse bei Leistung, Zuverlässigkeit und Nutzererlebnis“, wird Jonas Bulach, Circularity Business Development Manager bei V-ZUG, zitiert.
Zur Wiederaufbereitung werden die Teile sorgfältig geprüft, gereinigt und wieder in den industriellen Produktionsprozess integriert, heisst es. Das Verfahren sei besonders bemerkenswert, äussert sich Fabian Etter, Co-Präsident vom Wirtschaftsverband swisscleantech: „Damit wird die Kreislaufwirtschaft vom Konzept zu einem konkreten Produktionsmodell, das zur Erreichung des Nett-Null-Ziels beiträgt.“
Der positive Beitrag zur Kreislaufwirtschaft resultiere aus der längeren Lebensdauer von Produkten, Komponenten und Materialien. Von den 80 Bauteilen, die eine Waschmaschine zum Betrieb benötigt, eignen sich mehr als 30 zur Wiederverwendung. Dazu zählen Seitenwände, Front- und Rückwand, Sockel sowie Ausgleichsgewichte. Verschleiss- und sicherheitsrelevante Bauteile im Bereich Elektronik, Dichtungen, Trommel oder wasserführende Komponenten werden dabei durch Neuteile ersetzt.
Auf dem Weg zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen könne das Pilotprojekt wertvolle Erkenntnisse für künftig industriell skalierbare Verfahren bieten, so die Mitteilung.
Entwicklung, Aufbereitung und Fertigung erfolgen am Standort in Zug. Hergestellt werden sie auf derselben Produktionslinie wie Neugeräte. Die Adora Circular Edition wird während der Pilotphase exklusiv über das Online-Warenhaus Galaxus vertrieben. ce/heg