Die Vetropack-Gruppe setzt bei ihrer Strategie 2035 unter anderem auf den Ausbau neuer Produkt- und Servicelösungen. Ein Beispiel ist die thermisch gehärtete Leichtglasflasche Rezon, die gemäss einer Mitteilung bis zu 30 Prozent leichter als eine herkömmliche Mehrwegflasche ist und zugleich deutlich mehr Umläufe erreicht. In Österreich steht der Brauwirtschaft bereits eine darauf basierende Standard-Mehrwegflasche zur Verfügung. Am Standort Pöchlarn wird Rezon nun schrittweise in die industrielle Grossproduktion überführt und damit weiteren Märkten zugänglich gemacht.
Am Capital Markets Day in der Unternehmenszentrale in Bülach hat die Gruppe ihre Strategie mit mittelfristigen Finanzzielen unterlegt. Erstmals nennt das Unternehmen mit Sitz in St. Prex damit Ziele über das laufende Geschäftsjahr hinaus. Bis 2030 soll der Umsatz gegenüber 2025 bei konstanten Wechselkursen im tiefen einstelligen Prozentbereich über dem Marktniveau wachsen. Angestrebt werden zudem eine zweistellige operative Marge sowie mittelfristig eine zweistellige Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Wachstum verspricht sich Vetropack auch von Segmenten wie alkoholreduzierten und alkoholfreien Getränken, Nahrungsmitteln und Premiumweinen sowie von Exportmärkten. Eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten, ein verbesserter Produktmix sowie automatisierte und digitalisierte Prozesse sollen die Effizienz steigern. „Wir haben den Blick in die Zukunft gerichtet, dafür Industrietrends eingehend analysiert und unsere Positionierung kritisch hinterfragt“, so CEO Lukas Burkhardt.
Vetropack will zudem den Anteil von Altglas in der Produktion erhöhen und Massnahmen zur Emissionsreduktion und zum Umgang mit Ressourcen in einer Roadmap bündeln.
Vetropack stellt Glasverpackungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Europa her. Die Gruppe beschäftigt 3532 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Nettoerlös von 778,9 Millionen Franken. ce/as