Als Verein zur Förderung der Kreislaufwirtschaft verknüpft und stärkt CircularBasel seit 2024 das Netzwerk in der Wirtschaftsregion Basel. Bei seinem sogenannten Jooresdräff 2026 wurde nicht nur gezeigt, welche Projekte unterstützt oder initiiert wurden. Der Fokus lag auf dem dynamischen Ökosystem rund um die Kreislaufwirtschaft in Basel. Somit war die Markthalle Basel als Ort der Veranstaltung Programm. „Unser Konzept hat von Beginn an Kreislaufwirtschaft miteinbezogen und wir bauen dies immer stärker aus“, erklärte Alexandra Dill als Verwaltungsratspräsidentin der Markthallen AG Basel. Im Gebäude des ehemaligen Grossmarkts realisiert das Unternehmen Angebote, die Kultur, Markt sowie Gastronomie verknüpfen und dabei ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen.
BaselCircular wird durch den Kanton Basel-Stadt und die Eckenstein-Geigy-Stifung unterstützt und setzt themenübergreifend auf den Unternehmergeist der Region. Dabei etabliert sich der Verein mehr und mehr als Partner von Start-ups. „Es braucht einen strukturellen Wandel und dafür wollen wir zirkulären Projekten zum Fliegen verhelfen. Mein Herz schlägt für Start-ups“, sagte beim Treffen Gabriel Eckenstein. Für den Stiftungsratspräsidenten der Eckenstein-Geigy-Stifung sind hierfür Netzwerke zentral. Das betonte auch Kaspar Sutter, Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt und Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt. „Nur gemeinsam schaffen wir es, Basel weiterzuentwickeln“, so Sutter. Er rief alle jungen und etablierten Unternehmen dazu auf, die existierenden Fördermöglichkeiten zu nutzen.
Interessierten steht offen, sich einen der letzten Plätze des dritten Techstars Startup Weekend Circular Economy Basel zu sichern. Mit Start am 18. September finden dabei ein Wochenende lang Studierende, Berufsleute und angehende Gründende zusammen, um sich mit unternehmerischen Ideen zur Ressourcenschonung zu beschäftigen. Aus eingereichten Geschäftsideen werden konkrete Projekte entwickelt – von der Ideenskizze bis zur Präsentation vor einer Fachjury.
Im März 2026 war aus dem letzten Techstars Startup Weekend das Projekt Salvage Studio als Sieger hervorgegangen. Inzwischen ist hieraus ein Unternehmen erwachsen, das hochwertige Designprodukte aus industriellen Materialabfällen herstellt. „Das Wochenende hat gezeigt, wieviel innovative, unternehmerische Energie in der Region steckt“, sagte Carole Tornay, die Geschäftsleiterin von BaselCircular.
Für den Baubereich als einem der relevantesten Hebel für die Kreislaufwirtschaft hat CircularBasel einen systemischen Ansatz gewählt. Zur Wiederverwendung von alten Bauteilen wurde beim Netzwerk Cirkla eine Untersuchung für die Schweiz in Auftrag gegeben, die nicht nur die Situation analysiert, sondern auch weiterführende Massnahmen vorlegt. Beim Treffen in der Markthalle konnten bereits erste Schritte in der Umsetzung diskutiert werden. ce/yvh