Basel-Stadt startet Pilotprojekt für Wiederverwendung mit Pretty Good

Im Recyclingpark der Lottner AG in Basel sowie beim Werkhof Riehen werden seit September funktionstüchtige oder leicht defekte Gegenstände zur Wiederverwendung gesammelt. Pretty Good prüft die Waren und lässt geeignete Stücke gemäss einer Mitteilungdes Kantons Basel-Stadt bei Bedarf instand setzen. Anschliessend werden sie über Secondhand-Anbieter wieder verkauft. Was sich nicht mehr aufbereiten lässt, wird wiederverwertet oder fachgerecht entsorgt. Das Pilotprojekt läuft bis September 2027.

Gesammelt werden unter anderem Haushalts- und Elektrogeräte, Lampen, Werkzeuge, Musikinstrumente, Spielzeug und Sportartikel sowie Antiquitäten und kleinere Möbel. Nicht angenommen werden Hygiene- und Sicherheitsprodukte sowie Gegenstände, die grösser als einen Meter auf einen Meter sind. Für Handys, Laptops und Tablets stellt Swico Recycling an beiden Standorten separate Sammelboxen bereit. Vor der Weitergabe werden die persönlichen Daten gelöscht.

Parallel zur Sammlung soll in Basel-Stadt ein Netzwerk von Reparaturbetrieben und Verkaufsstellen aufgebaut werden. Auch Brockenhäuser und andere Gebrauchtwarenanbieter sollen einbezogen werden. Mit dem Pilotprojekt reagiert der Regierungsrat auf einen parlamentarischen Vorstoss, der ein Angebot für die Bevölkerung zur Wiederverwendung und Reparatur verlangt.

Pretty Good ist als Verein mit Sitz in Langnau i. E. und als GmbH in Bern organisiert. Das Prinzip, noch brauchbare Gegenstände an Entsorgungsstellen für die Wiederverwendung zu sammeln, kommt bereits in den Kantonen Bern und Zürich zum Einsatz. Das Projekt Pretty Good Basel wird neben dem Kanton von BaselCircular, der Christoph Merian Stiftung (CMS), Swico, der Gemeinde Riehen und der Lottner AG unterstützt. ce/as