Eniwa errichtet laut einer Mitteilung in Aarau seine erste Trafostation aus Holz. Der Energieversorger mit Sitz in Buchs AG verwendet dabei Bauteile aus Fichtenholz, die so konzipiert sind, dass sie nach dem Ende der Nutzungsdauer getrennt und wiederverwendet werden können. Die Sicherheit und der Brandschutz sind auch bei der Verwendung von Holz gewährleistet.
Die Holzteile binden CO2. Ihr geringeres Gewicht im Vergleich zu herkömmlichem Beton oder Stein vereinfacht Transport und Montage. Reparaturen an der Fassade können zudem leichter vorgenommen werden. „Mit dieser Trafostation zeigen wir, wie sich Holzbau in der Stromversorgung einsetzen lässt“, wird Giuseppe Bellaroba zitiert, Leiter Anlagenmanagement bei Eniwa.
Die Station wird zunächst für einen Transformator mit 630 Kilovoltampere genutzt, ist aber für zwei Transformatoren mit je 1250 Kilovoltampere ausgelegt. Das Isoliermedium ist auf Sojabasis hergestellt worden. „Eniwa plant Trafostationen grundsätzlich mit Reserven für künftige Leistungsbedarfe“, wird CEO Hans-Kaspar Scherrer in der Mitteilung zitiert. „So bleibt das Netz flexibel und bereit für neue Anforderungen wie etwa durch Elektromobilität, Wärmepumpen oder den Ausbau erneuerbarer Energien.“ ce/ug