Rund 30 CEOs aus der Schweizer Lebensmittelbranche haben sich beim CEO-Event 2026 von United Against Waste über neue Wege gegen Food Waste im Alltag ausgetauscht. Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren bereits viel getan, um Lebensmittelverluste in den eigenen Betrieben zu reduzieren, wird Markus Hurschler, der Geschäftsführer des Basler Vereins, in einer Mitteilung zitiert. „Jetzt geht es darum, den Blick zu erweitern. Wie können Unternehmen ihre Kundschaft dabei unterstützen, im Alltag weniger Lebensmittel wegzuwerfen? Genau dort wollen wir nun weiter ansetzen.“
Denn die Umweltwirkung der in Haushalten weggeworfenen Lebensmittel sei überproportional, so United Against Waste. Denn „ein Brot, das zu Hause im Abfall landet, hat bereits deutlich mehr Ressourcen verbraucht als Weizen, der auf dem Feld verloren geht“.
Für diesen Perspektivenwechsel lud der Verein Prof. Dr. Johanna Gollnhofer von der Universität St.Gallen an den CEO-Event ein. „Nicht die Nachhaltigkeit allein überzeugt“, argumentierte die Marketingexpertin, „sondern der konkrete Nutzen im Alltag. Wir müssen es den Menschen so einfach wie möglich machen, Food Waste zu vermeiden. Statt mit Nachhaltigkeit zu argumentieren, müssen wir den Kund:innen die Frage beantworten: what is in it for me?“ Denn sinnvolle Lösungen entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn sie gekauft, bestellt oder genutzt werden.
Für Nadja Lang, CEO der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen, ist dies „eine ganzheitliche und gemeinsame Aufgabe: vom engen Austausch mit unseren Auftraggebenden, der Menü- und Mengenplanung über die Lagerbewirtschaftung und Sensibilisierung von Mitarbeitenden bis hin zur Buffetgestaltung und dem Dialog mit unseren Gästen“.
Betty Bossis Geschäftsführer Lars Feldmann wies darauf hin, dass man es den Menschen einfach machen müsse, Food Waste im Haushalt zu reduzieren. „Darum entwickeln wir Rezepte auf gängige Verpackungsgrössen, setzen auf alltagsnahe Zutaten und geben praktische Tipps von der Planung bis zur Resteverwertung.“ ce/mm