Das Projekt Wheydrogen ist Finalist des 19. landwirtschaftlichen Innovationspreises (PIA) des Kantons Freiburg. Das Projekt wird laut einer Mitteilung hauptsächlich von der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HEIA-FR) und der Universität Freiburg getragen. Es zielt darauf ab, Molke in grünen Wasserstoff umzuwandeln.
Im Rahmen des Projekts wird dieses Nebenprodukts der Käseherstellung in eine erneuerbare Energiequelle umgewandelt. Ziel ist es, die mit der Molkeaufbereitung verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern und „mehr als 95 Prozent der darin enthaltenen organischen Schadstoffe abzubauen“. Das Projekt ist Teil eines Kreislaufwirtschaftskonzepts, bei dem ein landwirtschaftliches Nebenprodukt in eine Energieressource umgewandelt wird.
Vier weitere Projekte gehören ebenfalls zu den Finalisten, Die Overney Technologie Sàrl mit Sitz in Villars-sur-Glâne FR hat eine elektrische Rübenheugabel entwickelt. Die chemiefreie Unkrautbekämpfungslösung ist für den ökologischen Landbau und sensible Gebiete bestimmt. Sie zielt darauf ab, die Arbeitsbelastung zu verringern und den Einsatz von Herbiziden zu reduzieren.
Die vom Institut Adolphe Merkle der Universität Freiburg und der Interprofession du Gruyère (IPG) entwickelten Molke-basierte Käseetiketten für Schweizer Käse sollen importierte Etiketten ersetzen, die Rückverfolgbarkeit verbessern und das Betrugsrisiko verringern.
Das Projekt Phages for Agriculture (PHAGRI+) der HEIA-FR nutzt Bakteriophagen, um bestimmte bakterielle Pflanzenkrankheiten ohne den Einsatz von Chemikalien zu bekämpfen.
Das Projekt Wachdrohne kombiniert Drohnen und Telemetrietechnologien, um asiatische Hornissen aufzuspüren. Mit einer höheren Geschwindigkeit der Erkennung und des Eingreifens sollen Bestäuber und Kulturen besser geschützt werden.
Der 19. Preis für landwirtschaftliche Innovation zeichnet alle zwei Jahre innovative Projekte in den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie im Kanton Freiburg aus. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 30'000 Schweizer Franken dotiert. Davon werden 5'000 Schweizer Franken durch eine öffentliche Abstimmung vergeben. Die öffentliche Abstimmung beginnt im Juni, die Preisverleihung findet am 16. September 2026 statt. ce/gp