Die Caritas Zentralschweiz testet ein neues Sammelsystem für Kleiderspenden mit den Mehrwegversandtaschen der SendMeBag GmbH, mit dem der Kleiderkreislauf effizienter und nachhaltiger gestaltet werden soll. Gemäss eines LinkedIn-Posts des Start-ups mit Sitz in Horw verzichtet die Caritas Zentralschweiz mittlerweile bewusst auf Altkleidercontainer, da diese oft eher zur Entsorgung als zur Spende genutzt würden. Zudem landen global Tonnen von exportierten Altkleidern auf Deponien etwa in Chile oder Ghana. Das Hilfswerk setzt neu auf ein Modell, das via Postversand funktioniert. Wer Kleider spenden möchte, kann online eine Versandtasche von SendMeBag bestellen, diese mit Kleidung füllen und per Rücksendeetikette an Caritas schicken. Die Initianten erhoffen sich so eine Steigerung der Qualität der Spenden. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Caritas und sind gespannt, wie sich dieses Modell weiterentwickelt”, schreiben die SendMeBag-Gründer. „Wenn schon Wiederverwendung, dann richtig”, so Reto Stalder, Leiter des Second Chance, der die Taschen im Secondhand & Brocki der Caritas Zentralschweiz in Emmenbrücke LU einsetzt, in einer Mitteilung auf LinkedIn. Das Projekt läuft seit rund einem Monat und der geografische Radius der Spenden hat sich bereits erweitert. Eine SendMeBag-Tasche kostet 10 Franken, die Erlöse fliessen in soziale Projekte der Caritas Zentralschweiz. ce/as
