Im Jurabogen zwischen Frankreich und der Schweiz wurden im Jahr 2023 insgesamt 839'000 Tonnen Haushaltabfälle gesammelt. Dies geht aus der Studie Kreislaufwirtschaft im französisch-schweizerischen Jurabogen: Ein Ansatz anhand der Abfalldaten hervor, die vom grenzüberschreitenden statistischen Observatorium des Jurabogens (OSTAJ) durchgeführt wurde. Die Studie berücksichtigt Daten aus dem französisch-schweizerischen Jurabogen, der einen Grossteil des Departements Doubs, des Departements Territoire de Belfort, des Departements Jura sowie die Kantone Waadt, Neuenburg, Jura und den nördlichen Teil des Kantons Bern umfasst.
Im französischen Jurabogen wurden 426'000 Tonnen Haushaltabfälle gesammelt, im Schweizer Teil 413'000 Tonnen. Dies entspricht insgesamt 430 Kilogramm pro Einwohner, wobei auf der französischen Seite 450 Kilogramm und auf der Schweizer Seite 411 Kilogramm pro Einwohner anfallen. 43 Prozent der Haushaltsabfälle sind verwertbar, das heisst sie können wiederverwendet oder wiederverwertet werden.
Der Studie zufolge bestehen die Haushaltsabfälle zu 35,4 Prozent aus Hausmüll, was einer Menge von 300'000 Tonnen entspricht. Die Mengen an Hausmüll sind auf beiden Seiten der Grenze recht ähnlich: 155,8 Kilogramm pro Einwohner in Frankreich und 148,2 Kilogramm in der Schweiz.
Bioabfälle machen 18,4 Prozent des Abfallaufkommens aus. In der Schweiz ist ihr Anteil mit 86,5 Kilogramm höher als auf der französischen Seite, wo er bei 70,8 Kilogramm liegt. Papier und Karton fallen in Frankreich mit 59,3 Kilogramm etwas stärker an als in Frankreich mit 55,4 Kilogramm, was 13,3 Prozent des Abfallaufkommens entspricht. Glasabfälle machen 9,1 Prozent des Abfallaufkommens aus, mit 40 Kilogramm in Frankreich gegenüber 38 Kilogramm in der Schweiz. 2,5 Prozent des Abfallaufkommens entfallen auf Metalle, die auf der französischen Seite 10,6 Prozent und auf der Schweizer Seite 11 Prozent ausmachen. Sonstige Abfälle machen 21,4 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in der Region aus.
Der Studie zufolge zeichnet sich die Schweiz durch eine stärker integrierte Organisation der Abfallwirtschaft aus, insbesondere durch Sammelsysteme und Anreizsysteme wie die Sackgebühr in der Schweiz. ce/gp
