Grand Genève hat mit Pact’Matière seinen ersten grenzüberschreitenden Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft gestartet, wie aus einem LinkedIn-Beitrag von GE-environnement, der Plattform des Departement für Raumentwicklung (département du territoire DT) des Kantons Genf, hervorgeht.
Laut dem Aktionsplan gliedert sich das Projekt in 34 Massnahmen, von denen acht als vorrangig eingestuft werden. Pact’Matière hat sich zum Ziel gesetzt, den Ressourcenverbrauch pro Einwohner und Jahr bis 2050 von 20 Tonnen auf 4 Tonnen zu senken. Dabei soll namentlich der Verbrauch von Baumaterialien reduziert werden, die derzeit 3,5 Millionen Tonnen ausmachen. Die Wiederverwertung von Elektronikschrott soll gesteigert und der Verbrauch von Textilien gesenkt werden. Die Initiative zielt ausserdem darauf ab, die Lebensmittelverschwendung zu verringern, die für 60 Prozent des Ressourcenverbrauchs verantwortlich ist.
„Dieses strategische Projekt fungiert als Schnittstelle zwischen den nationalen Kreislaufwirtschaftspolitiken (der französischen und der schweizerischen) und den lokalen Massnahmen und bietet einen gemeinsamen Rahmen, um die Initiativen in der Region zu stärken, zu strukturieren und umzusetzen“, heisst es in einer weiteren Mitteilung des Kantons Genf.
Grand Genève ist ein grenzüberschreitender Verbund lokaler Gebietskörperschaften. Er setzt sich aus 117 Gemeinden des Pôle métropolitain du Genevois français, 45 Gemeinden des Kantons Genf sowie 47 Gemeinden im Waadtländer Bezirk Nyon zusammen. Der Pact’Matière wurde in einer Arbeitsgruppe vorbereitet, in der auf Seiten der Schweizer Verwaltungen das Departement für Wirtschaft und Beschäftigung (Département de l’économie et de l’emploi DEE) und das Departement für Raumplanung des Kantons Genf, der Kanton Waadt, der Bezirk Nyon und die Stadt Genf beteiligt waren, auf Seiten der französischen Verwaltung der Pôle Métropolitain du Genevois français, die Departements Ain und Haute-Savoie und die Region Auvergne-Rhône-Alpes und von Seiten der Wirtschaft die Genfer Stadtwerke SIG und die Stiftung für Industrieflächen in Genf (FTI). ce/gp
