
Der Verein Fabric Loop hat sich mit seinen Mitgliedern zu einem langfristigen und transparenten Programm für die Ziele einer textilen Kreislaufwirtschaft bekannt. Diese Ziele sollen dazu führen, dass mit der von Swiss Textiles und Textilfirmen eingeführten Branchenlösung zur Textilsammlung nun ein Systemwechsel eingeläutet werden kann, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
Dabei sollen sowohl eine konsequente Transparenz von Stoff- und Finanzflüssen sowie eine Umstellung auf Kreislaufwirtschaft erreicht werden. Im Einzelnen sieht der Systemwechsel vier Ziele vor, die zu einem ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Umgang mit Textilien führen sollen. Zum ersten sollen Alttextilien zu 100 Prozent in der Schweiz gesammelt und sortiert werden. Dank örtlicher Nähe soll dabei der Anteil von Wiederverwendung (Reuse) von derzeit 1 Prozent auf 10 bis 15 Prozent 2035 erhöht werden. Zweitens will Fabric Loop die stoffliche Verwertung in den Fokus stellen. Dabei sollen sich 60 Prozent der Wiederverwendung in 30 Prozent Reuse, 20 Prozent Recycling und 10 Prozent Open-Loop-Recycling aufteilen. Ein Augenmerk wird auf das fasergerechte Rezyklieren gelegt. Im dritten Ziel steht die Transparenz im Vordergrund. Es soll nicht nur geklärt werden, wo Textilien landen, sondern nach Möglichkeit auch ein Null-Prozent-Mülldeponie-Anteil erreicht werden. Mit dem vierten Ziel kündigt Fabric Loop an, einmal jährlich einen Transparenzbericht zu liefern. „Wir sind uns bewusst, dass die Ziele ambitioniert sind. Sie zeigen unser Commitment zu einem Systemwandel und geben uns die Stossrichtung vor“, wird Simone Alabor, Geschäftsführerin von Fabric Loop, in der Mitteilung zitiert. „Wir setzen uns lieber ambitionierte Ziele und erreichen nur 80 Prozent davon, als dass wir unsere Ambitionen herunterschrauben.“
Fabric Loop wird unterstützt von zahlreichen Organisationen wie den Verbänden Swiss Textiles und Swiss Recycle. Nina Bachmann, Präsidentin von Fabric Loop und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Textiles, sieht die Zeit gekommen, „dass die Branche die Stoffkreislaufschliessung übernehmen kann“. ce/ww