
Circunis ist laut seiner Mitteilung neu schweizweit verfügbar. Denn der in der Deutschschweiz bereits seit zwei Jahren etablierte B2B-Online-Marktplatz bietet seine einfach zugängliche Lösung nun auch in der Westschweiz an. Damit können jetzt auch dort Produzenten ihre überschüssigen Lebensmittel online anbieten. Auf der Nachfrageseite können die Verantwortlichen in der Lebensmittelverarbeitung, der System- und Care-Gastronomie sowie im Grosshandel diese dort anfragen und zu attraktiven Konditionen kaufen. So hält Circunis, ein durch den Migros-Pionierfonds und die Seedling Foundation ermöglichtes Projekt des Zürcher Vereins Mehr als zwei, diese Waren im Kreislauf. Für die Ausweitung und Kundenbetreuung in der Westschweiz ist die neue Co-Geschäftsführerin Aline von Jüchen verantwortlich. Sie hat an der Fachhochschule Nordwestschweiz bisher diverse Projekte bezüglich Food und Nebenstromverwertung operativ geleitet. Von Jüchen ist sowohl im Wallis als auch in der Deutschschweiz zuhause und soll deshalb auch die sprachliche Brücke über den Röstigraben schlagen. Sie ist seit 1. März 2026 an der Seite der bisherigen alleinigen Geschäftsführerin Olivia Menzi tätig. Circunis verweist in der Mitteilung darauf, dass hierzulande rund zwei Drittel der vermeidbaren Lebensmittelverluste in der Landwirtschaft, bei der Verarbeitung sowie im Gross- und Detailhandel anfallen. Die Schweiz will diese Verluste mit dem Aktionsplan des Bundesamts für Umwelt bis 2030 halbieren. Allein im ersten Betriebsjahr konnte Circunis den Angaben zufolge über 42 Tonnen Lebensmittelüberschüsse vermitteln, 84 Betriebe nutzen den Marktplatz regelmässig. „Durch die Öffnung haben interessierte Betriebe auf circunis.ch zukünftig noch mehr verschiedene Produkte zur Auswahl“, betont Co-Geschäftsführerin Aline von Jüchen. „Und für Produzent*innen erhöhen sich die Chancen deutlich, rasch geeignete Abnehmer*innen für ihre Überschüsse zu finden.“ ce/mm