Vertreter der beninischen Regierung trafen sich am 4. Februar mit Repräsentanten der African Development Bank Group (AFDB) und der African Circular Economy Alliance im Novotel Hotel im beninischen Cotonou, um Benins Plan zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft vorzustellen. Einer Mitteilung zufolge sieht der Plan Reformen und Investitionen vor, um den Klimawandel zu bekämpfen, nachhaltiges Wachstum zu fördern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Finanziert wird der Plan von der Circular Economy Facility der AFDB.
„Die Kreislaufwirtschaft repräsentiert einen transformativen Ansatz für die wirtschaftliche Entwicklung, die auf Abfallvermeidung, optimierte Ressourcennutzung und die Förderung der Wiederverwendung abzielt“, heisst es in der Mitteilung. „Sie fördert nachhaltiges, inklusives und widerstandsfähiges Wachstum und unterstützt gleichzeitig Innovation und Beschäftigung.“
Beninische Regierungsvertreter werden den Plan nutzen, um öffentliche Politik und nationale Entwicklungspläne miteinander zu vereinen. Gleichzeitig sollen neue Projekte gefördert werden, die sich von linearen Wirtschaftsmodellen abgrenzen, bei denen wertvolle Materialien im Abfall landen anstatt wiederverwertet und wiederverwendet zu werden.
Afrikas Kreislaufwirtschaft könnte laut der AFDB über 11 Millionen Arbeitsplätze in einem Markt schaffen, der bis 2030 jährlich ein Volumen von 546 Milliarden Dollar erreichen könnte. Bauwesen, Lebensmittelproduktion und -vertrieb, Kunststoffe, Textilien, Elektronik und Bergbau gehören zu den Sektoren, die Benin und andere afrikanische Länder nach Ansicht der AFDB-Experten erfolgreich in Kreislaufwirtschaftsbranchen umwandeln könnten, heisst es in einer weiteren Mitteilung.
Kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle werden insbesondere afrikanischen Volkswirtschaften helfen, die mit Klimaschocks, instabilen Lieferketten und steigenden Kosten konfrontiert sind. Die Bindung von Materialien an lokale Wertschöpfungsketten würde zudem das Wachstum ankurbeln, indem mehr lokale Wirtschaftstätigkeit angezogen wird, welche derzeit die Region verlässt. ce/jd