Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt soll die Einführung eines Reparaturbonus’ prüfen. Das fordert ein Vorstoss, den der Grosse Rat am 6. Mai überwiesen hat. Dieser fordert den Regierungsrat auf, ein Konzept für einen Reparaturbonus einzuführen, ein Pilotprojekt zu lancieren und die Kosten für den Kanton zu ermitteln. Ausserdem soll eine Öffentlichkeitskampagne auf die Alternative hinweisen, Gebrauchsgegenstände zu reparieren statt wegzuwerfen. Wenn möglich, sollen auch Private bei der Ausarbeitung und Umsetzung des Konzepts einbezogen werden. Der Vorstoss verweist auf Gemeinden, die bereits einen Reparaturbonus eingeführt haben. So zahlt Prilly VD bis zu 50 Prozent und maximal 300 Franken an die Reparatur von Möbeln, Velos, Elektronik und Kleider. Vevey zahlt 75 Prozent und maximal 400 Franken. Über 250 Reparaturcafés in der Schweiz bieten bereits auf freiwilliger Basis Reparaturen an. Auch in der Stadt Basel bietet das gemeinnützige, nicht-gewinnorientierte Angebot Rep-Statt in der Markthalle Reparaturen für eine ganze Reihe von Gegenständen an. Das reicht von Computern und Elektronik über Küchengeräte bis zu Textilien. Der Vorstoss wurde von Brigitte Gerber von BastA! eingereicht und von weiteren Grossrätinnen und Grossräten sowohl der Grünen, der SP und der Grünliberalen als auch der Mitte und-EVP-Fraktion und der SVP unterstützt. ce/ug
