
Kreislaufwirtschaft muss sich für Unternehmen rechnen. Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung werden als direkte Wettbewerbsfaktoren angesehen. Darüber herrschte unter den Teilnehmenden der C-Lounge in Basel laut einer Mitteilung Konsens. Zu diesem fachlichen Austausch über die wirtschaftliche Relevanz der Kreislaufwirtschaft (KLW) hatte der Gewerbeverband Basel-Stadt am 7. Mai gemeinsam mit BaselCircular und der Circular Tour de Suisse eingeladen. Wie Reto Baumgartner, der Direktor des Gewerbeverbands Basel-Stadt, unterstrich, seien solche Veranstaltungen „wertvoll, um das Netzwerk der Macherinnen und Macher im Bereich KLW in Basel noch stärker zu machen“. Dabei verdeutlichten die 18 teilnehmenden CEOs und die anwesenden Fachleute der Kreislaufwirtschaft, dass Zirkularität in der Region bereits in verschiedenen Sektoren verankert sei, die Sichtbarkeit der Projekte jedoch erhöht werden müsse. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie die Kreislaufwirtschaft den Sprung von der ökologischen Nische in den unternehmerischen Alltag schafft. Die Antworten und Anregungen fielen den Angaben zufolge je nach der Branche unterschiedlich aus, aus der sie stammten. So präsentierte Produkt- und Möbeldesigner Björn Ischi von der Designform GmbH aus Lyss BE ein Sofa aus 100 Prozent Wertstoffen als Beispiel für die wirtschaftliche Machbarkeit zirkulärer Ansätze. Auch dessen Polsterung besteht aus altem Armeematerial. Eine Vertreterin der Modebranche verwies auf die Notwendigkeit transparenter Lieferketten zur Überprüfbarkeit ökologischer Standards. Und aus der Floristikbranche war zu hören, dass der Druck auf ausländische Zulieferer zunehme, Verpackungsmaterialien umweltverträglicher zu gestalten. ce/mm